Ein Ort voller Leben – entdecke unsere Farm
Tiere, Menschen und Natur gehören hier zusammen.Heute ist die Farm ein lebendiger Lebens-, Arbeits- und Begegnungsraum – geprägt von biologisch angebauten Avocados und einem Leben in und mit der Natur.
Der Tag richtet sich nach dem,
was wächst
Jahreszeiten, Wetter, Wasser und die Bedürfnisse der Pflanzen bestimmen, was zu tun ist. Manche Arbeit lässt sich lange vorbereiten. Anderes zeigt sich erst am Morgen. Auf den Feldern wird gegossen, geschnitten, gemulcht, veredelt und geerntet. Im Gewächshaus und unter freiem Himmel wachsen Gemüse und tropische Früchte. Was reif ist, findet seinen Weg in die Küche oder auf den gemeinsamen Tisch.
Nicht alles gelingt beim ersten Versuch. Zwei Bäume können trotz derselben Pflege verschieden reagieren. Mit jeder Saison verstehen wir etwas genauer, was dieser Ort braucht.
Avocados brauchen Zeit
Ein Avocadobaum wächst über Jahre, bevor er verlässlich Früchte trägt.
Auf unseren Feldern stehen junge Bäume neben älteren, die bereits mehrere hundert Avocados tragen.Die Sorten Hass, Bacon und Fuerte reifen zu unterschiedlichen Zeiten und reagieren jeweils anders auf die Bedingungen der Felder.
Einige ältere Bacon- und Fuerte-Bäume werden derzeit mit Hass veredelt. Wurzeln und Stamm bleiben erhalten und tragen einen neuen Trieb. Diese alte Methode des Obstbaus arbeitet mit dem weiter, was bereits kräftig gewachsen ist. Das Vorhandene wird geachtet und behutsam weiterentwickelt.
Kadir geht jeden Tag durch die Felder und schaut sich die Bäume genau an. Wir nennen ihn unseren Baumflüsterer. Vor seiner Zeit auf der Farm hatte er kaum Erfahrung mit Avocados. Seitdem studiert er ihre Blätter, Blüten und kleinsten Veränderungen.
Ökologischer Anbau
Als Cetin die Farm 2020 kaufte, entschied er sich von Anfang an für ökologischen Anbau.Unsere Avocado- und Olivenbäume sind biozertifiziert. Über mehrere Jahre wurde der Anbau begleitet, kontrolliert und durch Proben überprüft.
Pflanzenreste und zurückgeschnittene Sträucher werden gehäckselt und als Mulch genutzt. So bleibt organisches Material im Kreislauf, schützt den Boden und trägt zum Humusaufbau bei. Die Zertifizierung ist dabei kein Schlusspunkt. Entscheidend bleibt die tägliche Arbeit.
Wasser ist die Grundlage
Avocados brauchen viel Wasser und vertragen zugleich keine Staunässe. Die Lage am Hang hilft beim Abfluss; über eine Tröpfchenbewässerung gelangt das Wasser gezielt zu den Bäumen.
Bewässert wird mit Schmelz- und Regenwasser aus den Bergen. Es erreicht die Farm, wird dort in großen Tanks gespeichert und von dort an die Bäume gegeben. Ein verantwortlicher Umgang mit Wasser ist uns besonders wichtig – wir arbeiten mit Bodenfeuchtesensoren, bewässern in den kühlen Stunden und mulchen, damit möglichst wenig verdunstet.
Wenn die Avocados blühen
Avocadoblüten öffnen sich zu unterschiedlichen Zeiten. Verschiedene Sorten unterstützen deshalb die Bestäubung. Auch die Bienenvölker auf der Farm leisten einen wichtigen Beitrag. Zwischen den unscheinbaren Blüten beginnt die Arbeit, von der Monate später die Ernte abhängt.
Wir haben einen Monat als Volunteers auf der Farm verbracht und uns vom ersten Tag an wie zu Hause gefühlt. Es hat uns so gut gefallen, dass wir bereits zurückgekehrt sind. Die Landschaft ist traumhaft – an die Aussicht, die wunderschöne Umgebung und den Schnee am Horizont gewöhnt man sich nie. Die Unterkünfte sind komfortabel und die Menschen unglaublich herzlich.
Wir halfen auf den Avocadofeldern, übernahmen verschiedene Aufgaben rund um die Farm und kümmerten uns um die Tiere. Vielen Dank an Çetin und Kim für den herzlichen Empfang und ihre große Gastfreundschaft!
Maud & colin · Belgien · März 2026
Die Olivenernte verbindet
Neben den Avocados prägen Olivenbäume die Farm. Wenn die Früchte reif sind, kommen viele Hände zusammen: Freunde, Familie, Menschen aus der Region und Volunteers pflücken gemeinsam. Anschließend werden die Oliven im Dorf gepresst. Das Öl verwenden wir auf der Farm und teilen es mit Menschen, die uns nahestehen.
Mitleben & Mithelfen
Was außerdem bei uns wächst
Zitronen, Orangen, Mandarinen, Granatäpfel, Feigen und Johannisbrot gehören ebenfalls zur Farm. Im Gewächshaus wachsen unter anderem Mango, Maracuja, Banane, Papaya und Chili. Schritt für Schritt möchten wir mehr eigenes Biogemüse anbauen. Einige Sorten zeigen uns bereits, welche Plätze zu ihnen passen. Was daraus entsteht, soll vor allem dort ankommen, wo das Farmleben zusammenläuft: auf dem gemeinsamen Tisch.
Die Tiere gehören dazu
Wer über die Farm geht, begegnet fast immer einem Tier. Hunde begleiten uns über die Felder, Katzen suchen sich ihren Platz rund um das Haus, Hühner und Gänse bewegen sich mitten durch den Alltag.
Sie haben ihren eigenen Rhythmus und sorgen manchmal dafür, dass ein Plan warten muss. Manche sind hier geboren, andere kamen zu uns, weil sie Hilfe brauchten. Ihre Geschichten erzählen ebenso viel über die Farm wie die Felder und Bäume.
Raum für neue Perspektiven
Wer auf die Farm kommt, betritt einen Alltag, der anderen Gesetzmäßigkeiten folgt als die gewohnte Arbeitswelt.Die Nähe zur Natur, die sichtbaren Kreisläufe und das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen schaffen Abstand zu Routinen. Zusammenhänge werden wieder spürbar. Aufmerksamkeit verändert sich. Neue Gedanken bekommen Raum.
Damit wird die Farm zu einem besonderen Ort für Leadership- und Transformationsarbeit: Einem Ort, an dem Veränderung nicht nur besprochen, sondern unmittelbar erlebt werden kann.
Leadership auf
der Farm erleben